Jahresbericht 2025, Dirigentin Simone Cotting
Jahresbericht 2025
Gedanken zum Höhepunkt des vergangenen Jahres: Das Weihnachtskonzert!
Gespannt wartete das Publikum auf das angekündigte Weihnachtskonzert der Gemischten Chöre Heitenried und Alterswil am 13. und 14. Dezember letzten Jahres in den voll besetzten Kirchen. Der Besuch hatte sich gelohnt; die beiden Chöre konnten überzeugen. Sie haben mit der Aufführung „Der Geburt Christi“ von Heinrich von Herzogenberg das Publikum begeistert und erfreut. 60 Sängerinnen und Sänger haben zusammen mit dem Instrumentalensemble Ouroboros Freiburg, dem Organisten Vincent Perrenoud, der Akkordeonistin Christel Sautaux und 4 Solistinnen und Solisten eine grossartige Leistung erbracht. Nach 11 Monaten Probezeit war das Kirchenoratorium so weit, um aufgeführt zu werden. An 12 gemeinsamen Abendproben und 4 Probe Samstagen zusammen mit dem Chor Alterswil und vielen Proben nur mit unserem Chor ist die Vorbereitung gelungen und die entsprechende Anerkennung für die sehr gut gelungenen Konzerte unüberhörbar und gut spürbar. Dieses gewaltige Werk wird uns allen gewiss in lebhafter Erinnerung bleiben.
Für die Einstudierung dieses grossen Werkes hatte es etwas Überzeugungsarbeit gebraucht. Können wir das Werk konzertreif einstudieren? Schaffen wir es finanziell? Wie sieht unser Chorleben mit pausierenden Chorleuten aus? Welche Rolle spielen Sänger und Sängerinnen, die nur dieses Projekt mitsingen? Bleibt genug Zeit für die Vorbereitung der liturgischen Einsätze? Viele offene Fragen zu Beginn des letzten Jahres. Ein intensiver Austausch und anregende Diskussionen konnten die Situation erhellen und einem Start Mitte Januar mit den Proben stand nichts mehr im Wege. Ich bin stolz auf euch alle, dass ihr euch zusammen mit mir auf diesen doch etwas strengen Weg mit vielen anstrengenden Proben und zusätzlicher Vorbereitung zu Hause begeben habt. Von den pausierenden Chormitgliedern fühlten wir uns unterstützt und die Proben für liturgische Einsätze nur im Kreis des Stammchores haben wir sehr genossen. Zusammen singen, zusammen etwas aushalten, zusammen an einen Erfolg glauben, das verbindet und „kittet“. Ich fühle mich geehrt, bei diesem Zusammenspiel des Heitenrieder Chores eine musikalische Rolle spielen zu dürfen. Das macht mich dankbar und es erfüllt mich tief in meinem Inneren. Und dass nun Barbara als Projektsängerin gleich bei uns geblieben ist, erfreut mich sehr.
Die Vorbereitung für Palmsonntag, Karfreitag, Osternacht und Ostern kamen wie gewohnt dazu. Sogar für einen Gottesdienst mit Frauenchor hat es gereicht. Das Lied „Vom Flügel eines Engels berührt“ passte ausgezeichnet zum Beginn der Fastenzeit.
Das „Ave verum“ von Karl Jenkins, sangen wir am Palmsonntag. Dieses für tutti canti gelernte Werk konnte mit wenig Probezeit aufbereitet werden. Welche Freude!
Die Leitung am Patron hatte Bernadette übernommen, da ich in den Ferien war. Die immer wieder gerne gesungene „Missa Modern“ von Hans Althaus gab dem Festgottesdienst eine poppige Note.
Immer wieder berührend finde ich die Feiern an Allerheiligen. Das gern gesungene Lied „Panis angelicus“ von Christopher Tambling ist immer wieder ein Seelenschmaus. Die musikalische Gestaltung der Totengedenkfeier am Nachmittag ist eine schöne Aufgabe und die Leute, die sich in Gedenken an ihre Verstorbenen eingefunden haben, zeigen sich erfreut. „Bleib bei uns Herr“ passte demnach ausgezeichnet zu diesem Moment auf dem Friedhof.
Und trotz des beladenen Programms feierten wir die Cäciliafeier im gewohnten Rahmen. Die Missa brevis von Charles Gounod gab dem Anlass einen feierlichen Rahmen.
Und wie jedes sang der Chor vorne im Chorraum für unsere wohlverdienten Sängerinnen und Sänger, die in diesem Jahr geehrt wurden, „Das Gebet des Sängers“ von Piere Kaelin. Passender geht es nicht mehr.
Das ursprünglich geplante Programm für den Weihnachtssonntag mit Liedern aus dem Oratorium wurde auf nächstes Jahr verschoben. Ich hatte mich für ein leichteres Programm entschieden. Mit „Tochter Zion“, „Tollite hostias“ und vor allem mit „Transeamus“ gelang eine sehr weihnächtliche Musik mit viel Strahlkraft. Die Bassklänge klingen in mir immer noch nach.
Zum Abschluss gab es ein weihnächtliches Ständchen vorne in der Kirche: Mit „Under Milliarde vo Stärne“, „Silence“, „Ich steh an deiner Krippe hier“ und „Weihnachts-Gesang“, von Nicole am Piano begleitet, schenkten wir den Gottesdienst Besuchenden viel Freude. Sie zeigten sich berührt und bedankten sich sehr herzlich dafür.
Der Chor hat an 4 Beerdigungen gesungen begleitet von Nicole an der Orgel. Bernadette hatte eine davon geleitet. Singen spendet Trost und schenkt Vertrauen in die Zukunft. Zunehmend finden Abschiedsfeiern mit anderen Formen als mit Eucharistiefeier statt. Wir jedoch gestalten gerne eine Beerdigungsfeier, wenn dies gewünscht ist. Für uns ist es eine schöne Aufgabe.
Anfangs Februar durften wir unserer sehr geschätzten Sängerin Annemarie Wider zum 80. Geburtstag ein Ständchen singen.
Mein heutiger Dank an viele Akteure im Chor kommt von Herzen.
- Ich danke dem ganzen Vorstand für die gute Zusammenarbeit.
- Ich danke der Muko, die Überlegungen zum Weihnachtsoratorium angestellt hat und zusammen mit dem Vorstand die Konzertinformation für den ganzen Chor vorbereitet hat.
- Ich danke Bernadette für die Leitung von Beerdigungen und einer Probe oder eines liturgischen Einsatzes, wenn ich nicht da bin. Es entlastet mich sehr, dass Bernadette diese Stellvertretung übernimmt.
- Ich danke Karin und Bernadette für die Übernahme von Registerproben. So kommen wir schneller vorwärts beim Einstudieren neuer Literatur.
- Ich danke Markus, unserem Materialverwalter, der viel Zeit für eine ordentliche Ablage unserer Noten investiert. Die fein säuberlich angeschriebenen Mäppli auf den bereits aufgestellten Stühlen schätzen Sängerinnen und Sänger sehr. Und ehrlich gesagt, bewahrt uns Markus vor einem heillosen Notenpapiersalat.
- Ich danke Nicole für die ruhige und feinfühlige Begleitung an der Orgel. Die sehr angenehme und unkomplizierte Zusammenarbeit schätze ich sehr. Und herzlichen Dank für deine Co-Repetitionsarbeit in diesem Jahr für liturgische Einsätze. So konnten wir in kürzerer Zeit unsere Musik für die Gottesdienste vorbereiten.
- Mein grösster Dank geht dieses Jahr an euch liebe Sängerinnen und Sänger. Ich erlaube mir, euch vorzulesen welche Worte ich vor einem Jahr an euch gerichtet habe:
Nun sind wir am Erarbeiten der Weihnachtsmusik. Die Komposition ist nicht ganz einfach, jedoch auch für unseren Chor machbar. Es sind die verschobenen Einsätze, an die wir uns gewöhnen müssen. Ich bin froh, dass nun die Übungsdateien zur Verfügung stehen und ihr ab und zu Unterstützung und Sicherheit mit diesen bekommen könnt. Ich freue mich, mit euch dieses Werk vorzubereiten und aufzuführen. Es wird ein Genuss werden!
Und ja welch ein Genuss es wurde! Wir haben geschafft wovon wir geträumt haben! Ihr habt ein Jahr lang sehr regelmässig Proben besucht, euch mit einem zweiten Chor vereint, im OK oder anderen Aufgaben mitgearbeitet, zu Hause mit der Übungsdatei Noten gelernt, etwelche Tiefs überstanden und euch an Gelungenem gefreut, verschobene Einsätze gemeistert und zuletzt das Doppelchörige „Also hat Gott die Welt geliebt“ gemeistert und mit voller Strahlkraft gesungen.
Ihr wart einfach Spitze!
Ihr werdet mir beipflichten, wenn ich sage:
Singen ist schön, singen beruhigt und beflügelt zugleich. Singen ist Lebensfreude pur!
25.02.2026/Simone Cotting
Jahresbericht 2024, Dirigentin Simone Cotting
Jahresbericht 2024
Das Freiburger Gesangsfest Tutticanti in Wünnewil im Mai darf zweifelsfrei als Höhepunkt im Vereinsjahr 2024 betrachtet werden. Viel Zeit haben wir in die Vorbereitung der Chorvorträge investiert, was sich auch gelohnt hat. Die Rückmeldung der Jury hat uns gute Arbeit attestiert, sowohl an der Auswahl der gesungenen Werke wie auch an der Ausführung. Die Darbietung wurde von den Experten als sehr schön und erfreulich aufgenommen.
Für den gemeinsamen Gottesdienst mit allen Cäcilienverbandschören in der Sporthalle in Wünnewil wurde die Messe brève von Léo Delibes neu einstudiert. Dazu ein Lied von Pierre Kaelin „Plus jamais la guerre“ und die Neukomposition « Alles ist Beginn“ von Manfred Jungo. Alle Werke konnten wir gut einüben und mit sicherer Stimme mitsingen. Die Begleitung der Pfarreimusik Wünnewil hat dem Ganzen einen sehr festlichen Anstrich verliehen und bleibt uns allen gewiss in lebhafter Erinnerung.
Die Vorbereitung für Palmsonntag, Karfreitag, Osternacht und Ostern kamen wie gewohnt dazu. An Ostern waren wir sogar bereit, Teile aus der Messe von Léo Delibes zu singen. Mit J.S. Bachs Lied „Vom Tode heut erstanden ist“ besungen wir die gefeierte Auferstehung Jesu an Ostern.
„Singet dem Herrn ein neues Lied“! Dieses Werk von Rudolf Tobias passt wunderbar zu Pfingsten. Dieses etwas andere Lied eines Nordländers liegt uns gut und klingt jeweils sehr frisch. „Jauchzet dem Herren alle Welt, singet, rühmet und lobet“, so kräftig tönt der Schluss.
Die Chorleitung an der Firmung Mitte Juni übernahm Nicole. Zusammen mit der Adorayband wurde dieser Gottesdienst musikalisch gestaltet.
An der ersten Probe nach der Sommerpause haben wir das Programm für den Pilgergottesdienst anfangs September in Obermonten vorbereitet. Das Magnificat „Gross sein lässt meine Seele den Herrn“ als rhythmisches Element durfte auch nicht fehlen und bereitet immer viel Freude bei den Anwesenden.
Die Leitung am Patron hatte Bernadette übernommen. Mit der Mühlauer Singmesse und dem Halleluja von Leonard Cohen gab es diesem Festgottesdienst eine freudige Note.
Carl Rüttis „Peter und Paulmesse“ klang an Allerheiligen im Gottesdienst. Die Totengedenkfeier am Nachmittag wird mir in bester Erinnerung bleiben wegen dem „Nouthra Dona di Maortse“ das wir draussen unter dem Baum sangen. Die Aufführung war ergreifend für den Chor und sowieso für die Leute, die sich im Gedanken an ihre Verstorbenen eingefunden hatten.
Zusammen mit ca 10 Sängern vom Männerchor Heitenried/St. Antoni haben wir an der Kilbi gesungen. Mit Werken von Schubert und dem Tebe Poem war der Festgottesdienst gestaltet.
Das anschliessende Ständchen vorne in der Kirche mit weltlichen Liedern wurde sehr geschätzt und mit viel Applaus verdankt. Es war schön und bereichernd mit einem ergänzten Männerchor singen zu dürfen und dies Religion gemischt. Das ist gelebte Ökumene!
Die Cäciliafeier wurde mit Jacob de Haan’s Missa Brevis gestaltet. Sogar das hübsche Benedictus ertönte während der Kommunion. Für unsere wohlverdienten Sängerinnen, die in diesem Jahr geehrt wurden, sang der Chor „Das Gebet des Sängers“ von Piere Kaelin. Passender geht es nicht mehr.
An Weihnachten hat der Chor nur am Weihnachtstag gesungen. Mit der Missa brevis St. Joannis de Deo und dem Tollite hostias zauberten wir einen festlichen Gesang am Geburtstag von Jesu. Zum Abschluss gab es ein weihnächtliches Ständchen vorne in der Kirche: Mit „Leise, leise in der Nacht“, dem neu gelernten Lied „Silence“, „Tochter Zion, freue dich“ und „Weihnachts-Gesang“, zum Teil von Nicole am Piano begleitet, schenkten wir den Gottesdienst Besuchenden viel Freude und sie bedankten sich sehr herzlich dafür.
Der Chor hat an 7 Beerdigungen gesungen begleitet von Nicole an der Orgel. Bernadette hatte zwei davon geleitet. Es ist schön, dass an Trauerfeiern meistens viele Sängerinnen und Sänger anwesend sind. Singen spendet Trost und schenkt Vertrauen in die Zukunft. Dies ist gerade beim Abschied eines geliebten Menschen sehr wichtig und wird auch immerzu geschätzt und verdankt.
Gerne bedanke ich mich heute:
- Beim ganzen Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Auch der Muko sei gedankt. Sie hat das Programm für unseren Auftritt am Verbandsfest gut ausgelesen.
- Bei Bernadette für die Leitung von Beerdigungen und einer Probe oder eines liturgischen Einsatzes, wenn ich verhindert bin.
- Bei Markus, unserem Materialverwalter, der viel Zeit für eine ordentliche Ablage unserer Noten investiert. Die Mäppli sind fein säuberlich angeschrieben und liegen auf den bereits aufgestellten Stühlen. Markus bewahrt uns zum Glück vor einem Chaos im Notensalat.
- Bei Nicole, die uns immer so kompetent und feinfühlig an der Orgel begleitet. Die sehr angenehme und unkomplizierte Zusammenarbeit schätze ich sehr. Ebenfalls bedanke ich mich für die passend ausgelesene Orgelliteratur, die wir jeweils zu Gehör bekommen. Es ist immer eine wahre Freude.
- Bei euch, liebe Sängerinnen und Sänger für euer dabei sein im Chor. Ich bin überzeugt, dass liturgische Feiern ohne Musik kaum vorstellbar sind. Text und Musik gehören zusammen und werden gemeinsam zum Erlebnis. Ich bedanke mich bei euch für euren regelmässigen Probebesuch. Nur so können wir effizient arbeiten und gut vorwärts kommen.
Nun sind wir am Erarbeiten der Weihnachtsmusik. Die Komposition ist nicht ganz einfach, jedoch auch für unseren Chor machbar. Es sind die verschobenen Einsätze, an die wir uns gewöhnen müssen. Ich bin froh, dass nun die Übungsdateien zur Verfügung stehen und ihr ab und zu Unterstützung und Sicherheit mit diesen bekommen könnt. Ich freue mich, mit euch dieses Werk vorzubereiten und aufzuführen. Es wird ein Genuss werden!
Singen ist schön, beruhigt und beflügelt zugleich. Das Chorsingen unterstützt die physische und mentale Gesundheit. Die Schwingungen beim Singen erfassen den ganzen Menschen bis in die kleinste Zelle. Das Immunsystem profitiert davon und unser gesellschaftliches Leben wird belebt. Singen ist Lebensfreude pur!
Musik ist die Beschreibung der Welt ohne Worte und Begriffe. Sie ist die Philosophie der Gefühle. (Carl Ludwig Schleich)
14.02.2025/Simone Cotting
