JAHRESBERICHT - Chor-Heitenried

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JAHRESBERICHT

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Jahresbericht für die Generalversammlung vom 1. Februar 2017

Liebe Brigitte
liebe Ruth, lieber Paul, liebe Nicole
liebe Sängerinnen und Sänger

Wenn ich das vergangene Vereinsjahr Revue passieren lasse, darf gewiss das NURU Konzert als Höhepunkt betrachtet werden. Zusätzlich sind viele kleinere Leuchtstrahlen übers Jahr verteilt, die glänzen. Ein paar ausstrahlende Elemente wollen wir gerne noch einmal betrachten.

Am Karfreitag wurde am Vormittag eine Feier von Abbé Christoph und Brigitte Lehmann mit den 14 Stationen gestaltet, die der Chor musikalisch umrahmte. Kreuzweg und Tod wurden so auf sehr eindrückliche Art und Weise betrachtet. Zum Abschluss erklang „Komm zu mir, Herr" von Barbara Kolberg und eindrücklichem Text von Silja Walter.

An Ostern haben wir die „Kleine deutsche Festmesse" von Paul Huber erstmals aufgeführt und dies zusammen mit 4 Bläsern aus der Musikgesellschaft und mit Orgel. Der Aufwand hatte sich gelohnt. Die etwas ungewohnten Klänge haben bis zum Schluss sowohl Sängerinnen und Sänger wie auch die Zuhörenden gefreut. Als krönender und strahlender Abschluss erklang „Gelobt sei Gott im höchsten Thron" begleitet auf feierliche Art von zwei Trompeten.

„Jesus unsere Mitte" war Thema der Erstkommunion. Zusammen mit den Erstkommunikanten haben wir einen einfachen, feierlichen Festgottesdienst gestaltet. Beim abschliessenden Dank der Kinder hörten wir: „Wir danken dir, guter Gott, dass wir Menschen haben, mit denen wir unsere Freude teilen können." Wie passend für diese Feier.

So verkrüppelte und nur noch für den Küder bestimmte Chorpartituren wie am Feldschiessen 2016 habe ich noch nie gesehen. Der nasse Sonntag am 29. Mai wird uns in bester Erinnerung bleiben. Nichts von geplanten Aufhellungen und dergleichen. Mehr oder weniger Regen waren die Fakten. Trotzdem haben wir klatschnass, aber tapfer den Herrn gelobt, versteckt unter den Pelerinen. Der Klang schien nicht ganz durch die tönende Regenkulisse zu dringen, sonst hätte Alt-Bundesrat Sämi Schmid nicht gemeint, wir wären ein Frauenchor. Das gespendete Apéro hat uns dann wieder versöhnt und trocken sind früher oder später auch wieder alle geworden.

Unser geplantes Firm Projekt mit auswärtigen Sängerinnen und Sänger blieb dank Christa Dähler nicht ganz ungehört. Schade. Da haben andere kein „Füür gefangen, wie es Thema der Firmung war. Hatten wir doch ein neues, poppiges Programm mit Liedern zur Firmung einstudiert und diese mit Band aufgeführt. Wir durften einen unvergesslichen Moment erleben. Die Instrumentalstücke mit Bernard Tschopp am Piano und Nicole Schafer an der Klarinette haben wohl nicht nur uns Sänger tief berührt.

Am Ausflug nach Auw am 25. Juni durften wir zusammen mit dem Kirchenchor von Auw Teile aus der neu erlernten Huber Messe und das Panis angelicus von Chr. Tambling singen. Dies mit Lothar Erbel an der Orgel. Welch ein Genuss für alle, seinen Improvisationen zuzuhören. Voll Freude haben wir alleine das Nouthra Dona di Maortse von Joseph Bovet gesungen und den Deutschschweizern mit dem Patoislied Eindruck gemacht.

Der Gottesdienst an Allerheiligen haben wir mit der „Missa brevis alla settecento" von W. Menschick gestaltet. Rolf Maienfisch hat mit seiner wunderschönen Baritonstimme ein „Ave Maria" und „O salutaris hostia" gesungen, was der Feier einen sehr festlichen Anstrich gab.

An der Totengedenkfeier am Nachmittag haben wir nach längerer Pause wieder einmal den Eingangschor des Requiems von Thomas Hettwer gesungen, diesmal mit der originalen Oboen Begleitung gespielt von Roman Stampfli. Welche Innigkeit dieses Stück doch hat. Alle konnten spüren wie wir im Gedicht von Martin Gut gehört haben: „Vater, ich fall in Deine Hände! Ich falle ins Nichts und erfahre die Fülle".

Die Kilbi haben wir zusammen mit dem Männerchor Heitenried/St. Antoni gestaltet. Mit viel Freude haben wir die gemeinsam bekannten Lieder aufgearbeitet und am Kilbigottesdienst gesungen.

Unseren Festtag Cäcilia haben wir mit der Messe brève von Ch. Gounod gestaltet. Für unsere Geehrten sangen wir aus voller Kehle das „Gebet des Herrn" von Pierre Kaelin. Als spezielle Ehrung für den langjährigen Dienst von 50 Jahren erklang an der weltlichen Feier dann: „Stimmt ein in unser Lied! Wir grüssen euch, singt mit!"

Das NURU Konzert durfte der Gemischte Chor Heitenried eröffnen. „Leise, leise in der Nacht fällt das Licht der Sterne. Weit ist’s noch bis Bethlehem, der Morgen ist noch ferne". Einer innigen und feinen Eröffnung folgte unsere Aufführung mit „Mein Herr und mein Gott" von Carl Rütti, „Denn er hat seinen Engeln befohlen" und „Öffnet die Tore weit". Wir haben Tür und Herzen der Zuhörenden geöffnet für das nachkommende Programm aller Chöre aus der Seelsorgeeinheit Sense Mitte. Das beim Abschluss vom Gesamtchor gesungene „Tollite hostias" war krönender und sehr emotionaler Höhepunkt dieses denkwürdigen Konzertes, der Abschluss eines sehr erfolgreichen NURU Jahres war.

Mein Dank geht an:

  • Vorstand und Musikkommission, die vorausdenken und planen.

  • Die Vizedirigentin Bernadette, die Proben und Einsätze übernimmt, wenn ich verhindert bin.

  • Die Registerprobe Frauen Karin und Bernadette, die mich unterstützen.

  • Die umsichtige und „tiffige" Materialverwalterin Rosmarie, die uns vor einem heillosen Notendurcheinander bewahrt und immer alles wieder ordnet und klassiert.

  • Unsere Organistin Nicole, die uns immer wieder auf wundersame Weise begleitet und das Königsinstrument zum Klingen bringt.

  • Euch alle, die ihr in diesem Chor mitsingt und jede Woche an die Probe kommt und die Gottesdienste mitgestaltet. Für eure Probenpräsenz möchte ich euch loben, die ist wirklich ziemlich bis ganz gut. So können wir zielstrebig unsere Einsätze vorbereiten und die Gottesdienste auch wirklich mitgestalten. Manchmal brauchen wir etwas Geduld und Durchhaltewillen mit uns selber, z.B. wenn die geprobte Literatur etwas anspruchsvoll ist. Früher oder später aber stellt sich die Genugtuung ein, wenn das Stück als Ganzes tönt, gar nicht mehr schwierig erscheint und vielleicht sogar noch schön klingt. Singend die Botschaft Christi verkünden, das ist und bleibt unsere vornehme Aufgabe. Darum ist es so entscheidend wie ihr singt: Routiniert, aber ohne inneres Feuer – oder begeistert, ansteckend, mit allen Fasern eures Geistes und eurer Seele. Nur was aus dem Herzen kommt, gelangt auch in die Herzen der anderen.


29.01.2017/Simone Cotting

 
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